SV Friesen Frankleben 1887 e.V.

Gymgruppe unter Karla Müller feiert die 40

„Es war schon ganz schön hart, ein Vierteljahr keinen Sport zu treiben. In unserem Alter macht sich das besonders schnell bemerkbar“, betont Karla Müller gegenüber Ralf Penske vom Wochenspiegel/Super Sonntag der diesen Bericht schrieb und auch dasReifen-Foto lieferte.

Karla Müller leitet eine von vier Frauengymnastikgruppen des SV Friesen Frankleben. Vor vierzehn Tagen konnten sie ihre Übungsstunden endlich wieder nach der Corona bedingten Pause in der Turnhalle der ehemaligen Schule in Frankleben wieder aufnehmen.

Frauengymnastikgruppen sind nun nicht gerade etwas Besonderes. Die Franklebener Sportgruppe aber schon. Die zehn Frauen, die sich jeden Montag ab 18 Uhr zur Übungsstunde treffen, zählen zusammen sage und schreibe 804 Jahre.

Vor mehr als 40 Jahren traten 13 Frauen der ehemaligen Betriebssportgemeinschaft (BSG) Stahl Frankleben bei, weil sie regelmäßig jeden Montag Gymnastik betreiben wollten. Dem Antrag auf Nutzung der Franklebener Sporthalle wurde stattgegeben.

Am 1. Juli 1980 trafen sie sich zum ersten Mal zum gemeinsamen Sport.

Seit der Gründung sind heute noch vier Frauen dabei: Karla Müller (76/2.v.r.), die die Sportgruppe leitet, Lisa Lenk (85/3.v.l.), Giesela Lohse (80/4.v.l.) und Gudrun Heinz (79/5.v.l.). Dazu gesellen sich Dorothea Erbert (81/6.v.l.), Anna Giebler (85/3.v.r.), Hannelore Kindervater (85/links), Margarete Kobe (81/2.v.l.), Carola Strohm (74/4.v.r.) und Regina Theile (78/rechts).

Alle Frauen kommen aus Frankleben. „Die wöchentliche Sportübung ist ein Muss – bei Wind und Wetter. Nur die Corona-Pandemie hat sie in all den vierzig Jahren für Wochen ausgebremst. Der Sport hilft, jung und beweglich zu bleiben, und fit im Kopf. Es ist eine gute Gelegenheit, unter Menschen zu kommen“, schätzt Übungsleiterin Karla Müller und „ihre“ Frauen das Fitnessprogramm.

Die Chefin ist auch verantwortlich für die Auswahl der Musik und kreiert immer wieder neue Übungen. „Abwechslung ist wichtig, damit alle Muskeln des Körpers trainiert werden“, betont Karla Müller. Laufübungen, Dehnen und Strecken, Rücken- und Beckenbodengymnastik, Staffel- und Ballspiele, Übungen für gesunde Venen und vieles mehr steht auf dann auf dem Programm. Mit der musikalischen Untermalung, seien es die „Singenden Saxophone“ von Captain Cook oder Sirtaki-Klänge vom „KluBBB 3“, gehen viele Übungen viel leichter von der Hand.

„Jeder macht die Übungen, die er kann“, sagt Carola Strohm, mit 74 Jahren das „Nesthäkchen“ der Sportgruppe. Lisa Lenk ist mit 85 Jahren die „Alterspräsidentin“, gefolgt von Anna Giebler, die am 1. Juli ebenfalls ihren 85. Geburtstag feiert.

„Genau an dem Tag, an dem die Gruppe 40 Jahre besteht. Das ist wieder ein guter Grund zu feiern“, stellen die Sport-Seniorinnen fest.

Die Frauen treffen sich auch oft außerhalb der Gymnastikstunde. Dann wird am Geiseltalsee gewandert, eine Bus- oder Bootsfahrt unternommen, ist zu erfahren. Früher sind wir auch oft mit dem Rad gefahren und haben gemeinsam das Sportabzeichen abgelegt. „Zweimal im Jahr gibt es einen geselligen Abend. Da alle gerne singen, tat man sich mit den Sportfrauen aus Reipisch zusammen und veranstaltet jährlich ein Frühlings- und ein Herbstsingen. Das wird seit zehn Jahren so gemacht“, fügt Karla Müller hinzu.

Diese außergewöhnliche Sportgruppe hat auch die Aufmerksamkeit des MDR geweckt. Der Sender widmete den Gymnastikfrauen mit dem Durchschnittsalter von 80,4 Jahren einen Beitrag, der am Montag, dem 29. Juni, von 19 bis 19.30 Uhr, in der Reihe „Sachsen-Anhalt heute“ gesendet wurde.

Aber auch die Vereinsführung des SV Friesen Frankleben gratulierte und hatte T-Shirts vom Sportförderer Bitburger überreicht.

"Es ist wichtig, sich auch im fortgeschrittenen Alter sportlich zu betätigen", betonte Jürgen Pohle, der Vorsitzende des SV Friesen Frankleben, zum 40-jährigen Bestehen der Gymnastikgruppe und wünscht den Damen, „dass sie noch lange mit viel Spaß an den Sportstunden teilnehmen können.“

Vom Ortsbürgermeister der Gemeinde Frankleben, Günter Küster, bekamen die Frauen jeweils eine Flasche Sekt!

 

  

Medaillen und Präsente für erfolgreiche Mädels

Infos zum Team

In einem würdigen Umfeld, vor dem Franklebener Schloss,
wurden die Handball-Bezirksmeisterinnen der weiblichen Jugend B geehrt.
Schlossherr  Dr. Franz Pacher v. Theinburg (Kulturgut Schloss Frankleben)
hatte sich schnell mit der Idee, die Ehrung vor dem Schloss durchzuführen,
angefreundet und unterstützte die Auszeichnungsveranstaltung.

HVSA-Staffelleiter Steffen Dathe (Mitte) und Friesen-Vorsitzender Jürgen Pohle nahmen die Ehrung mit Corona gerechten Abstand, wie hier bei der Pokal- und Urkundenübergabe an Anja Streit (Mannschaftskapitän), vor.

Neben Pokal, Urkunde und Medaillen vom HVSA gab es dank der Unterstützung durch Ortsbürgermeister Günter Küster noch als Präsent für das Team Kapuzensweatshirts.
Sportförderer Saalesparkasse würdigte die drei besten Torschützinnen, Vanessa Mischner (links), Paula Hebestreit und Annabell Niemtz (rechts auf dem Kubak-Foto)  ebenfalls mit einem Geschenk.

 

 

 

 

 

 

Tiefe Trauer um Ehrenmitglied Brunhilde Filous

Kürzlich erhielt der Verein die traurige Nachricht,
dass unsere langjährige Kassenwartin Brunhilde Filous im
bayrischen Karlsfeld friedlich eingeschlafen ist.

Von 1975 bis 1990 war Sportfreundin Filous als Hauptkassiererin in der ehemaligen BSG Stahl Frankleben ehrenamtlich tätig. Nach der politischen Wende übernahm sie im neu gegründeten Verein „SV Friesen Frankleben“, trotz ihres Rentenalters, die Kassierer-Funktion bis 2007. In den vielen Jahren ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit gab es nie Beanstandungen. Mit großer Einsatzbereitschaft erfüllte Sportfreundin Filous den Aufgabenbereich Finanzen. 2007 wurde Brunhilde Filous mit der Ehrennadel des Landessportbund Sachsen-Anhalt in Gold ausgezeichnet und zum Ehrenmitglied der Friesen ernannt. Aus familiären Gründen wohnte Brunhilde Filous, die weiter mit dem SV Friesen verbunden blieb, zuletzt in einem Altenpflegeheim im bayrischen Karlsfeld.