Handball Vorschau


Kürzlich überraschte Daniel Günther, der Inhaber des gleichnamigen Autoservice aus der Naumburger Straße in Merseburg, die Handballer der männlichen Jugend D. Als Spende überreichte er für jedes Teammitglied eine Sporttasche.

Auf dem Friesen-Foto vorne von links: Carl Bergelt, Oskar Walper, Max Knorn, Lukas Zachcial.
Hinten von links: Friesen-Schriftführerin Ramona Kramer, Vincent Pestel, Philipp Kreisig,
Vince Kietz, Lenny Fügner, Paul Pokorra, Malte Sperber, Dario Günther,
Sportförderer Daniel Günther, Jugendwartin und Übungsleiterin Conny Leopold.
Die Saison 2025/26 wird beim SV Friesen Frankleben in Erinnerung bleiben. Sie war geprägt von Höhen und Tiefen, von schwierigen Entscheidungen, von mutigen Neuanfängen und von Spielerinnen und Spielern, die Verantwortung übernommen haben. Während die Frauenmannschaft den bitteren Gang aus der Oberliga antreten muss, gelang den Männern als Aufsteiger der souveräne Klassenerhalt in der Verbandsliga Süd. Beide Teams eint jedoch eines: Der Blick richtet sich nach vorn.
Frauen: Ein schweres Jahr mit einer klaren Perspektive

Als die Oberligasaison Anfang September mit einem 30:28-Heimsieg gegen Gräfenhainichen begann, schien der Weg zunächst in die richtige Richtung zu führen. Auch das Unentschieden gegen die Wildcats aus Halle wenige Wochen später zeigte, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Doch bereits im Herbst wurde deutlich, wie anspruchsvoll die Oberliga in dieser Saison besetzt war. Immer wieder musste das Team Rückschläge hinnehmen. Verletzungen, personelle
Engpässe und fehlende Konstanz verhinderten, dass sich die Mannschaft dauerhaft aus dem Tabellenkeller befreien konnte. Der Trainerwechsel im Oktober brachte zwar neue Impulse und neue Energie, doch die Hypothek aus der ersten Saisonphase erwies sich letztlich als zu groß. Besonders bitter war, dass viele Niederlagen nicht auf mangelnden Einsatz zurückzuführen waren. Woche für Woche stemmten sich die Franklebenerinnen gegen oftmals erfahrenere und breit aufgestellte Gegner.
Gerade gegen Mannschaften wie Niederndodeleben, Schönebeck oder Magdeburg zeigte sich jedoch, wie schwer es ist, in der Oberliga dauerhaft konkurrenzfähig zu sein. Dennoch gab die Mannschaft niemals auf. Im Saisonendspurt gelangen noch wichtige Erfolgserlebnisse gegen HC Burgenland und TSV Wefensleben, die eindrucksvoll belegten, welches Potenzial im Team steckt. Symbolisch für den Kampfgeist der Mannschaft stand das Comeback von Lena Trotte am letzten Spieltag. Nach ihrer schweren Kreuzbandverletzung kehrte sie zurück auf die Platte und wurde unter dem Applaus der Zuschauer für zwei verwandelte Siebenmeter eingewechselt. Ein emotionaler Moment und gleichzeitig ein Zeichen dafür, dass die Zukunft bereits begonnen hat.
Der Abstieg schmerzt, keine Frage. Doch innerhalb des Vereins herrscht Einigkeit darüber, dass dieser Rückschlag nicht das Ende einer Entwicklung darstellt. Vielmehr soll die kommende Zeit genutzt werden, um die eigene Nachwuchsarbeit weiter auszubauen und junge Spielerinnen behutsam an den Erwachsenenbereich heranzuführen. Manchmal muss man einen Schritt zurückgehen, um anschließend zwei Schritte nach vorne machen zu können.
Mit Tobias Kaßler und Lena Trotte an der Seitenlinie soll eine Mannschaft entstehen, die mittelfristig wieder den Sprung in die Oberliga schafft – und sich dort etabliert.
Männer: Der Aufsteiger kommt an

Ganz anders verlief die Saison bei den Männern. Nach dem Aufstieg in die Verbandsliga Süd war das primäre Ziel klar definiert: Klassenerhalt. Die ersten Wochen waren allerdings eine echte Bewährungsprobe. Drei Niederlagen aus den ersten drei Spielen machten deutlich, dass in der Verbandsliga ein anderer Wind weht. Gegen Coswig, Erdeborn und Burgenland musste die Mannschaft zunächst Lehrgeld bezahlen. Doch statt zu resignieren, entwickelte das Team Charakter.
Der erste Befreiungsschlag gelang Anfang Oktober mit dem überzeugenden 37:28-Heimsieg gegen Zerbst. Es folgten weitere wichtige Punktgewinne, unter anderem in Halle, Klostermansfeld und später auch zu Hause gegen Halberstadt. Die Mannschaft um die Trainer Karsten Müller und Sven Demuth lernte von Woche zu Woche dazu und bewies insbesondere in den Heimspielen enorme Moral. Bemerkenswert war dabei die Entwicklung vieler junger Spieler, die immer mehr Verantwortung übernahmen. Der Übergang vom Nachwuchsbereich in die erste Mannschaft wurde konsequent vorangetrieben und zahlte sich zunehmend aus. Die Verbandsliga wurde nicht nur gehalten – die Mannschaft etablierte sich Schritt für Schritt auf diesem Niveau.
Spätestens im Frühjahr war klar, dass der Klassenerhalt nicht mehr in Gefahr geraten würde. Siege gegen Spergau, Klostermansfeld und Quedlinburg sorgten dafür, dass die Friesen frühzeitig Planungssicherheit hatten und die Saison entspannt zu Ende spielen konnten.
Mit Zuversicht in die Zukunft
Auch wenn die Saison unterschiedliche Geschichten geschrieben hat, überwiegt beim SV Friesen Frankleben die Zuversicht. Die Frauen wollen den Neuaufbau nutzen, um gestärkt zurückzukehren. Die Männer haben bewiesen, dass sie in der Verbandsliga angekommen sind. Und hinter beiden Mannschaften wächst eine junge Generation heran, die künftig Verantwortung übernehmen kann. (Alle Fotos von Jenny Hebestreit).
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Handball-Bericht 18. Mai 2026 in der