SV Friesen Frankleben 1887 e.V.

Die Pokalspiele sind absolviert, nun richtet sich beim SV Friesen Frankleben der Blick auf die neue Handballsaison. Sowohl Männer als auch Frauen nutzten ihre Begegnungen im HVSA-Pokal als letzten echten Härtetest. Trotz des Ausscheidens machen beide Auftritte durchaus Mut.

Die Friesen-Männer hielten gegen den HSV 2000 Zerbst lange gut mit. Nach dem 14:16 zur Pause gelang in der zweiten Hälfte beim 23:23 sogar noch einmal der Ausgleich, ehe sich Zerbst in der Schlussphase zum 32:28-Erfolg absetzte. Dabei wirkte es fast so, als wollten die Friesen noch nicht alles zeigen. Die Verantwortung im Angriff verteilte sich auf mehrere Schultern. Bastian Pohl und Michél Schmidt trafen jeweils sechsmal, während Steffen Holzapfel für seine Verhältnisse mit fünf Toren eher zurückhaltend blieb. Für die Männer bleibt der Klassenerhalt in der Verbandsliga Süd das wichtigste Ziel. Gleichzeitig liebäugelt man nach der positiven Entwicklung mit einem einstelligen Tabellenplatz.

Viel Zeit zum Einspielen bleibt nicht. Zum Saisonauftakt warten gleich mehrere Duelle mit besonderem regionalen Reiz. Mit Fichte Erdeborn, dem HC Burgenland III und dem Aufsteiger TSV Reichardtswerben stehen gleich zu Beginn drei Derbys auf dem Programm.

Auch die Friesen-Frauen lieferten gegen den TSV Niederndodeleben II einen starken Pokalauftritt. Gegen den Oberligisten gingen die Friesen als Außenseiter ins Spiel, hielten die Begegnung aber überraschend lange offen. Zur Pause stand es lediglich 11:13. In der zweiten Halbzeit kämpfte Frankleben weiter auf Augenhöhe, glich zum 19:19 aus und lag selbst in der 51. Minute beim 22:23 nur einen Treffer zurück. Erst in den letzten Minuten konnte Niederndodeleben davonziehen und mit 30:23 gewinnen. Herausragend war Paula Hebestreit mit zwölf Treffern. Gerade diese Leistung macht Hoffnung für die Saison. Nach dem Abstieg aus der Oberliga gehen die Friesen-Frauen allerdings in eine ungewohnte Rolle. Viele Gegner werden gegen den ehemaligen Oberligisten besonders motiviert sein. Das Ziel ist dennoch klar formuliert: Die Top 3 sollen es werden – und wenn sich die Chance auf den Meistertitel bietet, würde man diesen natürlich gern mitnehmen. Für die Frauen folgt zudem schon früh ein echter Gradmesser: Gegen die zweite Mannschaft der HSG Sangerhausen-Querfurt wartet noch eine lösbare Aufgabe, ehe es zum letztjährigen Drittplatzierten nach Klostermansfeld geht.

Die Pokalspiele haben jedenfalls gezeigt: Beide Friesen-Mannschaften sind bereit für die neue Saison. Die Männer wollen sich weiter in der Verbandsliga etablieren – und die Frauen wollen nach dem Oberliga-Abstieg von Beginn an zeigen, dass mit ihnen im Kampf um die Spitzenplätze zu rechnen ist.

 

 

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