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Zählte beim Sieg gegen Staßfurt mit zu den besten Spielern:
Torhüter Enrico Klose (hier gegen Jessen).
Friesen Frankleben-Rot-Weiß Staßfurt 36:30 (17:13)
Sie können es doch noch, werden viele Fans in der Harry-Kaßler-Sporthalle am Samstagabend gedacht haben, als die Friesen endlich wieder einen Sieg einfuhren. Mit einer starken kämpferischen Leistung wurde der favorisierte Gast aus Staßfurt ohne Zählbares auf die Heimreise geschickt.
Von Anfang an spielten die Friesen sehr konzentriert und erarbeiteten sich zahlreiche Torchancen. Im Vergleich zu den letzten Spielen schien die Mannschaft wie ausgewechselt und der unbedingte Siegeswille in der ganzen Halle zu spüren. Aber die Staßfurter waren nicht zum Verlieren ins Geiseltal gefahren und so entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein spannendes Spiel.
Die Führung wechselte ständig, aber keine Mannschaft konnte sich einen größeren Vorsprung erarbeiten. Angetrieben von den drei auffälligsten Friesenspielern Jan Schindler, Karsten Gerlach und Steffen Holzapfel wurden alle anderen Teammitglieder förmlich mitgerissen.
Aber auch Ingo Graßmeyer beschäftigte am Kreis die Staßfurter Abwehr unermüdlich und konnte mehrfach nur durch einen Strafwurf am Torerfolg gehindert werden. Über den Ausgleich zum 12:12 legten die Friesen bis zur Pause einen Zwischenspurt ein, der ihnen einen kleinen Vorsprung bescherte.
Nach dem Seitenwechsel erzielten die Hausherren zwar das erste Tor, liessen etwas an Konzentration vermissen und gaben dem Regionalligabsteiger zu viele Chancen, den Anschluß wieder herzustellen. Übermotivierte Abwehraktionen führten zudem zu unnötigen Unterzahlsituationen und beim 21:20 war das Spiel wieder völlig offen. Jetzt kam aber die stärkste Phase der Gastgeber.
Mit einem gut aufgelegten Enrico Klose im Tor und einer sich steigernden Abwehr provozierte man den Gegener mehrfach zu einfachen Fehlern. Mit Tempogegenstössen gelangen schnelle einfache Tore. Dem 24:22 folgten 5 Friesentore in Folge und auch das Team-Time-Out von Gästecoach Jürgen Wartmann konnte den Friesenexpress nicht stoppen. Das 35:26 wenige Minuten vor Spielende stellte die Vorentscheidung dar. Trotz des beruhigenden Vorsprunges haderte man mit Schiedsrichterentscheidungen und dezimierte die Mannschaft durch Undizipliniertheiten. Den Gästen gelang bis zum Schluß nur noch Ergebniskosmetik.
Ein verdienten Sieg, der auch in der Höhe verdient war.
Jedoch muß man an der Konstanz der Leistung arbeiten, um die z.T. starken Formschwankungen der letzten Spiele zu vermeiden.
Friesen mit: Küster, Klose Theile; Wasner (1), Bautz,
Schubert, Schindler (12), Benne, Gerlach (6),
Barnickel, Graßmeyer (2), Holzapfel (15)
Zeitstrafen: Friesen 7; Staßfurt 8
Rot : Schubert ( 43. / Frankleben ), Jacobi ( 47. / Staßfurt ), Jö. Friedrich ( 55. / Staßfurt )
Siebenmeter: Friesen 5/3; Staßfurt 2/2

Steffen Holzapfel (hier gegen Jessen) mit ansteigender Form und 15 Toren beim 36:30-Heimsieg. Fotos (2) Peter Wölk
