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Seit Wochen in sehr guter Form: Jan Schindler (Nr. 8).
Fotos (2) Peter Wölk
Friesen Frankleben - Jessener SV 24:26 (13:16)
Für die Friesen war ein Sieg gegen den punktgleichen Tabellennachbarn aus Jessen eigentlich Pflicht, doch daraus wurde trotz vieler Möglichkeiten nichts. Die Zuschauer in der Harry-Kaßler-Sporthalle erlebten ein turbulentes Spiel mit vielen Höhen und Tiefen ihrer Mannschaft, jedoch mit einem unglücklichen Ausgang.
Die Gäste haben in den entscheidenden Phasen des Spieles abgeklärter agiert und ihre Chancen besser genutzt. Ohne den verletzten Kai Gora und einem angeschlagenen Christian Schubert sicherte sich der Coach bereits im Vorfeld die Dienste von zwei Spielern aus der Friesenreserve.
Und die Friesen starteten furios mit einem 4:0 und hatten zu Beginn die Partie fest im Griff. Mit einer stabilen Abwehr und gutem Torhüter wurde dem Gegner der Schneid abgekauft. Statt den Vorsprung weiter auszubauen bzw. sicher z verwalten, gingen sie mit fortschreitender Spieldauer immer nachlässiger mit ihren Chancen um und erlaubten den Gegner mehr Spielanteile, welcher dieser sofort für eigene Tore nutzte. Der Angriff mit zwei Kreisläufern fruchtete nicht und Trainer Heiko Plaul brachte mit Karsten Gerlach einen weiteren Rückraumspieler. Beim 7:6 ging Jessen erstmals in Führung und gab diese vorerst nicht mehr ab. Bei den Friesen lief es dagegen nicht mehr rund, man scheiterte zu oft am Gästekeeper und auch eine Auszeit verhalf zu keiner Besserung.
Bis zur Pause setzten sich die Gäste auf drei Tore ab. Nach dem Wechsel waren die Franklebener total von der Rolle und der Rückstand wuchs schnell auf 14:20. Doch plötzlich ging ein Ruck durch die Mannschaft und man spielte wieder Handball. Mit großem Kampf wurde der zwischenzeitliche Ausgleich zum 20:20 erzielt und mit der folgenden 2-Tore-Führung (23:21) dachten wahrscheinlich alle bereits an einen sicheren Heimsieg der Friesen. So folgten wieder zahlreiche Unkonzentriertheiten in Abwehr und Angriff, was Jessen sofort dankend annahm und mit eigenen Toren den knappen Auswärtssieg perfekt machte.
Nach dieser Niederlage setzen sich die Franklebener im Tabellenkeller fest und müssen sich am Wochenende gegen den Regionalliagabsteiger aus Staßfurt unbedingt steigern, um den nächsten Sieg zu erkämpfen.
Frankleben spielte mit: Klose, Theile; Japel (2), Wasner (3), Bautz, Schubert (1), Schindler (7), Benne, Berg (4), Graßmeyer (2), Holzapfel (2), Gerlach (3)
Zeitstrafen: Friesen 5; Jessen 9
Siebenmeter: Friesen 7/6; Jessen 5/4

Karsten Gerlach beim Sprungwurf. Gegen Jessen erzielte er 3 Tore.
Links daneben Ingo Graßmeyer und Thomas Wasner.
