06.12.2009

13. Spieltag Oberliga Saison 2009/2010

Ergebnisse und Ansetzungen finden Sie unter:
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Friesen Frankleben - TuS Radis 31:32 (15:17)

Undiszipliniert + Unsportlich: Steffen Holzapfel.
Rote Karte in der 32. Spielminute


In einer ausgeglichenen Partie hatte der spielstarke Aufsteiger am Ende etwas Glück, denn der Siegtreffer fiel erst wenige Sekunden vor dem Abpfiff.
Kurz zuvor hatte Torhüter Klose mit einem direkt verwandelten Abwurf noch den Ausgleich erzielt.

Von Beginn an gestaltete sich das Spiel spannender als erwartet. Radis demonstrierte mit seiner taktisch disziplinierten Spielweise, warum sie einen Spitzenplatz in der Handball-Oberliga belegen. Doch Frankleben hielt an diesem Tag immer dagegen und folgte fast im Gleichschritt.

Im Angriff wurde endlich wieder erfolgreich über den Kreis gespielt, wobei Ingo Graßmeyer meist nur durch einen Strafwurf am eigenen Torerfolg gehindert werden konnte.

Die fälligen Siebenmeter fanden in Jan Schindler, Franklebens besten Spieler an diesem Tag, einen treffsicheren Schützen. Aber auch die anderen Rückraumspieler Karsten Gerlach, Thomas Wasner und in der Schlussphase auch Kai Gora wussten spielerisch zu gefallen. Die Defensive erledigte ihren Job ebenfalls solide und musste meist in Mann gegen Mann Situationen gegen die technisch starken Gegenspieler Schwerstarbeit verrichten.

Beim Umschalten von Angriff auf Abwehr gab es mit der schnellen Mitte der Gäste einige Probleme, die dem Friesenspiel aber keinen Abbruch taten. Unverständlich ist jedoch die Tatsache, warum man immer wieder das “Gespräch“ mit dem Schiedsrichter sucht, anstatt sich auf das Spiel zu konzentrieren.

Unrühmlicher Höhepunkt war die rote Karte gegen
Steffen Holzapfel wegen Schiedsrichterbeleidigung kurz nach dem Seitenwechsel. Diese nicht zu tolerierende Unsportlichkeit hat neben einer zu erwartenden Strafe auch das Fehlen am kommenden Wochenende gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn aus Güsen zur Folge.

Selbst ein 3-Tore-Rückstand (17:20) der Friesen sollte kein sicheres Polster für den Gast aus Radis darstellen. Frankleben fightete sich eindrucksvoll zurück ins Spiel und demonstrierte, wozu man (ohne Steffen Holzapfel) spielerisch in der Lage ist. Nach dem Ausgleich zum 22:22 folgte die erste Friesenführung in der zweiten Halbzeit.

Jetzt hatte es die Mannschaft von Trainer Heiko Plaul selbst in der Hand, das Spiel für sich zu entscheiden. Nach einer mehrmaligen 2-Tore-Führung (25:23, 27:25) leistete man sich im Angriff kleine Unkonzentriertheiten und gestattete dem Gegner wieder aufzuschliessen (28:28), statt den Vorsprung auszubauen.

In der 55. Spielminute ereignete sich die spielentscheidende Szene. Jan Schindler verlor beim Tempogegenstoss den Ball und riss, beim Versuch diesen zurückzuerobern, seinen Gegenspieler um, wofür er etwas unglücklich disqualifiziert wurde.

Radis nutzte die verbleibende Spielzeit effektiver und ging als Sieger vom Parkett, obwohl ein Unentschieden für beide Seiten ein gerechtes Ergebnis gewesen wäre.

Friesen spielte mit: Küster, Klose (1), Theile; Schmidt, Wasner (3), Gora (4), Bautz, Schindler (12), Benne, Gerlach (4), Barnickel, Graßmeyer (3), Holzapfel (4).

Strafen: Frankleben 9 + 2x rot; Radis 9 + 1x rot
Siebenmeter: Frankleben 10/8 , Radis 5/4

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