www.hvsa.de | www.sis-handball.de
Dessau-Roßlauer HV II - SV Friesen Frankleben 26:32 (14:17)
Die Friesen aus Frankleben haben es geschafft, den Abstieg aus der Handball-Oberliga zu verhindern. Mit ihren ersten beiden Auswärtspunkten bei der Bundesligareserve aus Dessau-Roßlau sicherten sie sich im direkten Duell den Verbleib in der höchsten Spielklasse Sachsen-Anhalts und belegen noch Platz 11 (Punktgleich mit Güsen, aber im direkten Vergleich besser - Auswärts:26:28/Heim 28:24).
Mit einer überzeugenden Leistung wurden die Gastgeber über weite Strecken des Spieles beherrscht. Als die souveränen Schiedsrichter um 20.28 Uhr das Spiel beendeten, war der Klassenerhalt perfekt.
Schon zu Beginn des Spieles machten die Friesen klar, dass sie das Parkett als Sieger verlassen wollen. Angetrieben von den mitgereisten Fans lagen die Friesen bis auf das 1:1 ständig in Führung. In der Abwehr wurde verbissen um jeden Ball gekämpft und der Gegner zu Fehlern gezwungen.
Zudem zeigte Torhüter André Küster eine starke Leistung und war der Mannschaft ein starker Rückhalt. Zahlreiche Torwürfe der Gastgeber konnte er entschärfen, darunter auch mehrere Hundertprozentige.
Im Angriff wirbelten Thomas Wasner und Jan Schindler im Rückraum die Abwehr der Dessauer durcheinander und schafften so Platz für die beiden Kreisläufer. Über die Stationen 5:2, 11:7 und 14:10 stand es zur Halbzeit 17:14. Auch nach dem Wechsel blieben die Friesen ihrer Linie treu. Sie bauten mit einer disziplinierten Spielweise ihren Vorsprung kontinuierlich aus und führten nach 42 Spielminuten gar mit 24:18. Frankleben war in den Folgeminuten mehrfach in Unterzahl, was Dessau mehr Raum und Spielanteile ermöglichte.
Als beim 26:21 (47. Minute) Steffen Holzapfel nach einem Gesichtstreffer beim Siebenmeter die rote Karte sah, war das Spiel an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Frankleben agierte im Angriff plötzlich zu ungestüm und suchte zu schnell den Torerfolg. Dessau schöpfte noch einmal Hoffnung und kam beim 29:27 den Friesen bedrohlich nahe. Aber die Moral der Friesen stimmte und alle Spieler gingen an ihre Grenzen.
Als Dessau fünf Minuten vor Spielende nach einer Auszeit beim Spielstand von 31:27 alles auf eine Karte setzte und mit einer offenen Abwehr agierte, nutzen die Friesen clever die vorhandenen Räume zum vorentscheidenden 34:28. Den Schlusspunkt zum 36:32 setzte Christian Schubert vom Siebenmeterpunkt.
Friesen mit: Küster, Klose; Schmidt (1),
Wasner (5), Gora, Schubert (2),
J. Schindler (11), Benne, Berg (2),
Barnickel (1), Graßmeyer (3), Holzapfel (11)
Zeitstrafen: Friesen 7 + 1x rot; DRHV 5
Siebenmeter: Friesen 11/9; DRHV 5/3

