SV Friesen Frankleben - SV Concordia Delitzsch (2. Bundesl.) 18:46 (12:22)
Die Friesen empfingen zu einem Freundschaftsspiel in der
Harry-Kaßler-Sporthalle in Frankleben den 1. SV Concordia Delitzsch, welcher
in der 2. Bundesliga spielt. Letztendlich kassierten die Friesen die
erwartete Niederlage, wobei man sich die Tordifferenz etwas geringer
gewünscht hätte. Aber die Franklebener befinden sich erst seit knapp vier
Wochen im Training und da läuft vieles noch nicht so, wie es ich Trainer und
Spieler vorstellen.
Dabei boten die Friesen zu Beginn des Spieles durchaus sehenswerten
Handball, versteckten sich vor dem favorisierten Gast aus Sachsen nicht und
erzielten durch Jan Schindler auch das erste Tor der Partie. Nachdem André
Küster im Tor einige Male reaktionsschnell die Würfe der Delitzscher
abwehren konnte, hatten die Friesen sogar die die Möglichkeit durch Konter
einfache und schnelle Tore zu erzielen. Leider konnten dabei nicht alle
Bälle im Gäste Tor untergebracht werden. Die Delitzscher wirkten anfangs
nervös und leisteten sich auch viele technische Fehler. Es dauerte bis zur
zwölften Spielminute, ehe die Mannschaft von Trainer Uwe Jungandreas das
erste Mal mit 6:5 in Führung ging. Drei weitere einfache technische Fehler
im Angriff wurden sofort durch Tempogegenstösse der Gäste bestraft (5:9).
Folgerichtig nahm Friesentrainer Heiko Plaul nach einer Viertelstunde seine
Auszeit. Leider besserte sich das Friesenspiel nicht mehr. Die Delitzscher
hatten sich auf den jetzt ideenlos wirkenden Friesenangriff eingestellt,
konnten mehrere Bälle abfangen und sich durch Konter weiter absetzen.
Frankleben fehlten personelle Alternativen, um die Gäste stärker unter Druck
zu setzen. Aber auch in der Abwehr offenbarten sich große Probleme in der
Abstimmung.Zu geringe Aggressivität und zu große Lücken waren willkommene Einladungen für die Delitzscher. Weiterhin klappte das Umschalten von
Angriff auf Abwehr noch nicht. Man ärgerte sich zu lange über seine Fehler
im Angriff und wurde vom schnellen Gegner überrannt. In der zweiten Halbzeit
ergaben sich die Friesen nahezu Ihrem Schicksal und ließen die Leidenschaft
im Spiel vermissen, die sie letzte Saison noch auszeichnete. Umstellungen in
der Spielweise brachten nicht den gewünschten Erfolg und es dauerte fast
zehn Minuten bis zum ersten Tor (13:31, 39. Minute). Die Delitzscher nutzen
konsequent bis zum Spielende die erschreckend hohe Fehlerquote der
Franklebener zu einfachen Torerfolgen.
Für die restliche Vorbereitungszeit bis zum Punktspielstart Mitte September steht den Friesen noch viel Arbeit bevor, um in der höchsten Spielklasse Sachsen-Anhalts bestehen zu können. Zur Standortbestimmung werden sie in den kommenden Wochen noch einige Trainingsspiele und Turniere bestreiten.
Frankleben: Küster, Klose, Schmidt (1), Wasner (1), Gora,Benne,
N. Schindler, J. Schindler (7),Barnickel (1), Graßmeyer (1),Holzapfel (7).
Delitzsch: Röttig; Löffler (1), Meinert (3), Kählke (4), Streitenberger (7), Hummel (9), Maltsev (1), Eulitz (3), Weiß (5), Jacob (3), Dietzmann (4), Riehn (2), Pulay, Seitle (4).
(Bericht von Thomas Pinkert)

Zwei Fotos vom Spiel, die Peter Wölk uns zur Verfügung gestellt hat.
Oben Jan Schindler beim Wurf, unten Steffen Holzapfel (vorn) und Ingo Graßmeyer (Nr. 13).

